Radzionków ist eine Stadt im Landkreis Tarnowskie Góry, die ca. 16 Tsd. Einwohner und eine Fläche von 13,15 km2 hat. Der Legende zufolge, seien St. Adalbert und sein Bruder Gaudentius von Gnesen durch diese Gebiete gewandert und hätten die hiesige heidnische Bevölkerung bekehrt. Die Einwohner von Radzionków werden häufig „Cider“ genannt. All das wegen des Ziders, der von Napoleonischen Soldaten aus Frankreich auf das Gebiet der Gemeinde gebracht werden sollte. Bis heute kann man Zider bei lokalen Herstellern kaufen.
Radzionków besitzt eigene Meergeschichten, und zwar wegen des Schiffes M/S Radzionków, der die Gemeinde bekannt machte, indem es Seen und Ozeane befuhr. Bis 2016 verkehrte das 123 Meter lange Schiff hauptsächlich auf dem Mittelmeer.
Radzionków ist für Gebäck berühmt, die Besucher des Brot- und Schulmuseums können dort bei Besichtigung der Ausstellung selbständig Brötchen backen.
In der Stadt ist ein Zentrum für Dokumentation der Verschleppung von Oberschlesiern in die Sowjetunion 1945 tätig. Dort befindet sich eine Ausstellung zur Erinnerung an das tragische Schicksal von Tausenden Einwohnern dieser Region, die für Zwangsarbeiten in die Sowjetunion verschleppt wurden.
In Radzionków gibt es einen untypischen botanischen Garten, nämlich einen Lebensraumgarten, also den Schlesischen Botanischen Garten. Sein Hauptziel ist der aktive Schutz von Pflanzenarten sowie seltenen, in natürlicher Umgebung bedrohten Pflanzensammlungen. Die Mehrheit der Gartenfläche machen eben natürliche Lebensräume aus, also solche, die durch Menschentätigkeit nicht verändert wurden. Der Eintritt ist kostenfrei.
Die charakteristische mit Radzionków verbundene Figur ist St. Adalbert.